Bauernbrot

Rustikales glutenfreies Bauernbrot aus Kartoffel-, Buchweizen- und Kastanienmehl, knusprig gebacken mit einfachen Backtipps.

Bauernbrot

Bauernbrot backen gelingt dir mit diesem Rezept zuverlässig: rustikaler Brotlaib aus Kartoffelmehl, Buchweizenmehl, Kastanienmehl und Hafermehl, gebunden mit Xanthan und locker durch Hefe. Die Kombination dieser Mehle ergibt einen kräftigen Geschmack, der an klassisches Bauernbrot erinnert.

Bei diesem Brot weiß ich, wie wichtig die Wahl der Mehle ist: Qualitätsmehle machen hier den entscheidenden Unterschied zwischen einem milden, aromatischen Brot und einer trockenen Enttäuschung aus dem Supermarkt.

Das Brot schmeckt allen, die einfach einmal ein anderes, substanzielles Brot ausprobieren möchten. Mit einem guten Aufstrich wie selbst gemachter Himbeermarmelade ist es ein echtes Frühstückserlebnis.

Profi-Tipps von Koch Thomas Sixt

Mehlmischung: Kartoffelmehl, Buchweizenmehl, Kastanienmehl und Hafermehl bilden die Basis. Alle vier ergeben zusammen einen kräftigen, rustikalen Geschmack.

Xanthan als Bindemittel: Da wir hier kein Weizenmehl verwenden, benötigen wir für gutes Gelingen vom Teig Xanthan.

Hefe vorbereiten: Hefe vor der Teigzubereitung mit Wasser und Zucker anschwitzen und 15 bis 20 Minuten stehen lassen, bis sich sichtbar Blasen bilden.

Knetzeit begrenzen: Mehr als 5 Minuten Kneten macht den Teig zu weich. Kurz und zügig arbeiten.

Backtemperatur: Während des Backens einmal von 220 °C auf 195 °C (Umluft) reduzieren. Zwischendurch Dampf ablassen.

Bauernbrot

Gebacken, fotografiert und aufgeschrieben von Thomas Sixt

Kochlevel:Einfach
Portionen:20
Kalorien:90
Vorbereitungszeit:1 Std.
Zubereitungszeit:2 Std.
Zeit gesamt:3 Std.
Kategorie:Brot

Zutaten

Hefewasser

Mehlmischung

Buttermilch

  • 200 g Buttermilch

Zubereitung

  1. Hefe ansetzen

    Handwarmes Wasser mit Zucker in ein Gefäß geben.

    Die frische Hefe hinein bröckeln und darin auflösen.

    Hefe mit Wasser in einem Glasbehälter
  2. Hefe aktivieren

    Das Hefe-Wasser-Zucker Gemisch umrühren und ca. 10-15 Minuten stehen lassen.

    Wenn das Gemisch gärt, sollten sich Blasen bzw. Schaum bilden.

    Dann ist das Hefewasser fertig zur Weiterverarbeitung.

    Hefewasser mit Blasen in einem Glasbehälter
  3. Mehle abwiegen

    Kartoffelmehl, Buchweizenmehl, Kastanienmehl und Hafermehl in eine Schüssel geben.

    Flohsamenschalen, Ursalz und Xanthan ergänzen.

    Ersatzmehle mit Salz und Stärke in Metallschüssel
  4. Mehle vermischen

    Die Mehle und Salz, Xanthan und Flohsamenschalen gut vermischen.

    Trockene Mehlmischung in einer Metallschüssel
  5. Buttermilch ergänzen

    Buttermilch hinzufügen.

    Buttermilch in Mulde der Mehlmischung gegossen
  6. Hefewasser ergänzen

    Die fertige Hefe-Wasser-Mischung ebenfalls in die Schüssel geben.

    Hefewasser wird zur Mehlmischung in Rührschüssel gegossen
  7. Teig zubereiten

    Den Teig mit einem Rührhaken im Rührgerät ca. 5 Minuten lang kneten.

    Das geht auch mit dem Handmixer und den entsprechenden Rührhaken.

    Teig wird in der Kitchenaid Küchenmaschine mit Knethaken verarbeitet
  8. Teigruhe

    Den Teig vom Schüsselrand kratzen und mittig in der Schüssel zusammenführen.

    Dann ein sauberes Leintuch zum Abdecken benutzen und den Teig ca. 15 Minuten Zeit zum Ruhen geben.

    Teigschüssel mit Leinentuch abgedeckt zum Gehen
  9. Teig verarbeiten

    Eine Arbeitsfläche mit Reismehl bemehlen, hier geht auch ein glutenfreies Mischmehl.

    Den Teig aus der Schüssel auf die bemehlte Unterlage heben.

    Frischer Brotteig liegt auf Arbeitsfläche mit Mehl
  10. Rund wirken

    Mit sauberen und bemehlten Händen einen runden Brotlaib formen.

    Etwas Reismehl auch an die Aussenflächen vom Teigkloß verreiben.

    Geformter Teigling liegt auf bemehlter Arbeitsfläche
  11. Gärkorb

    Den rohen Brotlaib in einen runden Korb oder Gärkorb, mit einem Leinentuch ausgeschlagen, heben.

    Mit dem Tuch den Rohling komplett bedecken.

    Brotteig im Stofftuch und Gärkörbchen
  12. Volumen prüfen

    Nach ca. 30 Minuten den Backofen auf 230°C Umluft vorheizen.

    Den Teig noch weitere 15 Minuten ruhen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.

    Das Volumen sollte sich stark vergrößert haben.

    Aufgegangener Brotteig
  13. Brot einschneiden

    Backpapier auf ein Backblech legen.

    Wieder etwas Reismehl zur Brotteig-Unterlage zwischen den Händen auf dem Papier mittig verreiben.

    Dann den Brotteig darauf legen.

    Mit einer Schnur kreuzweise je drei Rillen eindrücken.

    Geformtes Brot einschneiden
  14. Brot dekorieren

    Mit einem scharfen Cuttermesser in der Teigoberfläche symmetrisch Muster einritzen.

    Es gilt: ALLE Muster, die gefallen und dem Brot beim Backen dienen, sind nach Geschmack möglich.

    Dekorierter Brotlaib, eingeschnitten vor dem Backen
  15. Brot backen

    Den Teig in den vorgeheizten Backofen mittlerer/unterer Schiene geben.

    Das Brot bei 220°C ca. 20 Minuten backen lassen.

    Brot backen
  16. Dampf ablassen

    Die Ofentür einmal kurz ganz öffnen, damit der Dampf entweichen kann.

    Dann bei reduzierter Temperatur von 195°C ca. 40 Minuten weiter zu Ende backen.

    gebackenes Bauernbrot frisch aus dem Ofen
  17. Brot abkühlen

    Das fertige Bauernbrot aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

  18. Brot aufschneiden

    Nach 1 bis 2 Stunden kann das Brot aufgeschnitten werden.

    Nach Geschmack mit frischer Butter genießen.

    Guten Appetit!

    Bauernbrot aufgeschnitten

Küchen-Arbeitsgeräte zu diesem Rezept: Arbeitsschüsseln, Backblech, Backofen, Backpapier, Backschüssel, Bratenschnur, Gärkorb, Knethacken, Kuchengitter, Küchenmaschine, Küchentuch, Küchenwaage, Nudelbrett, Teigkarte

Entdecke alle Küchen-Arbeitsgeräte die ich als Koch empfehle.

4,7 von 5 (15 Bewertungen)

Wie hat es dir geschmeckt?

Nährwerte pro Portion

Energie 90 kcal

Fett gesamt 1 g 1 %∗; Natrium 200 mg 9 %∗; Kohlenhydrate gesamt 19 g 7 %∗; davon Ballaststoffe 2 g 7 %∗; davon Zucker 1 g; Eiweiß 2 g.

∗ Prozent des Tagesbedarfs auf Grundlage einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kalorien. Der tatsächliche Bedarf kann individuell höher oder niedriger sein.

Tipps für Zutaten

Viele Menschen suchen nach Wegen, ohne Weizen oder Roggen auszukommen. Brot ohne Weizen kaufen geht schnell, aber die Qualität der Zutaten lässt sich beim Selbstbacken viel besser steuern. Das Ergebnis ist meist aromatischer und milder als industriell hergestellte Ware.

Für dieses Bauernbrot verwende ich Kartoffelmehl: gibt dem Brot Bindung und eine leicht erdige Note. Buchweizenmehl: sorgt für einen kräftigen, nussigen Geschmack. Kastanienmehl: bringt eine feine Süße mit. Hafermehl: macht die Krume etwas lockerer. Alle vier Mehle sind selbstverständlich ohne Weizen.

Beim Backen spielt die Klebeigenschaften eine große Rolle, die sonst der Weizenkleber übernimmt. Ich benutze deshalb Xanthan. Dieses Polysaccharid kann Wasser binden und den Teig verdicken. Als Alternative funktioniert Guarkernmehl genauso gut. Xanthan bekommst du im Reformhaus, im Drogeriemarkt oder bei Online-Händlern.

Wenn du weitere Brotvarianten ausprobieren möchtest: Mein Saatenbrot mit verschiedenen Körnern und Saaten ist eine schöne Ergänzung für die Brotdose.

Backtipps

Im Rezept verwende ich Hefe. Diese solltest du schon vor der Teigzubereitung vorbereiten. Dazu Wasser und Zucker mit der Hefe anrühren und 15 bis 20 Minuten warten, ob sich sichtbar Gärung zeigt und sich Blasen bilden.

Die Mehle empfehle ich dir, immer vor dem Teigkneten noch trocken zu vermischen. Dann erst gibst du die Flüssigkeit plus die gegärte Hefeflüssigkeit dazu.

Achte bitte bei der Teigzubereitung darauf, dass du nicht zu lange knetest. Mehr als 5 Minuten sollte es nicht brauchen, sonst wird der Teig zu weich.

Die Verwendung von Reismehl hat sich beim Formen des Brotlaibes bewährt. Um eine feine Streuung mit geringer Mehlmenge zu erreichen, gebe ich maximal einen Esslöffel Mehl in eine Hand und verreibe es dann mit der zweiten Hand über der Arbeitsfläche.

Den Backofen vorheizen und auf die Temperatur achten. Die genaue Angabe findest du im Rezeptschritt. Wichtig: Die Backtemperatur ändert sich einmal von 220 °C auf 195 °C bei Umluft. Dazwischen das Dampfablassen nicht vergessen.

Wer noch weitere Brotvarianten kennenlernen möchte: Das Kartoffelbrot ist ein vielseitiger Allrounder, der sich für herzhaften wie süßen Belag eignet. Und das Safranbrot mit Nüssen ist eine gute Option, wenn du den Kohlenhydratanteil reduzieren möchtest.

Kommentare (18)

Dein Kommentar zu Bauernbrot

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  1. Schnelles Bauernbrot backen ist mit diesem Rezept kein Problem mehr. Die Kombination der Mehle sorgt für eine tolle Konsistenz und tollen Geschmack. Alles richtig gemacht!

  2. Das Bauernbrot selber backen ist nicht nur lecker, sondern auch viel besser als gekauftes Brot. Meine Empfehlung: Einfach ausprobieren! Lg Petra

  3. Hi Thomas, neue Brot Ideen inspirieren mich immer wieder 🙂 , Dein Bauernbrot verdient alle Sterne!

  4. Hallo in die Backstube!

    Ich finde dein Bauernbrot köstlich! Es ist eine perfekte Alternative zu fertigen Brötchen und Brot. Ich habe zuletzt eine Hälfte eingefroren und komme mit der anderen Hälfte gut 5 Tage aus. getoastet schmeckt es auch prima… perfekt für den Alltag. Danke Dir und Grüße an alle die auch lesen!

    1. Merci für Deine schöne Bestätigung. Wir backen derzeit zweimal die Woche, dann ist das Brot immer frisch. Wünsche weiterhin gutes Gelingen!

      Gruß Thomas

  5. Servus Thomas,

    Das Bauernbrot selbst zu backen ist eine tolle Inspiration!

    Die super Kruste macht das Brot 🍞 besonders lecker und rustikal. Ich mag es und mache es wieder so 😃.

    Liebe Grüße Angela

    1. Hallo Angela, vielen Dank für dein tolles Feedback zum Bauernbrot! Es freut mich sehr, dass dir die knusprige Kruste und der rustikale Geschmack so gut gefallen. Das macht das Backen doch gleich doppelt schön, wenn das Ergebnis so gut ankommt. Ich wünsche dir weiterhin viel Freude beim Nachbacken und Genuss! Liebe Grüße Thomas

  6. Hab es bei Maria probiert und es ist echt richtig, richtig gut.

  7. Mit diesem Rezept backe ich ab sofort immer Bauernbrot:

    Der Teig gelingt einfach, es wird knusprig und schmeckt vorzüglich.

  8. Servus Thomas,

    Backen ist ja nicht immer einfach aber diese Rezeptur ist wirklich krass genial und klasse!

    Ein wunderbares Rezept für Bauernbrot es hat allen geschmeckt, alle haben gestaunt über den feinen, natürlichen und wunderbaren Geschmack.

    Das ist perfekt Backen und dazu auf höchstem Niveau! Werde Dich weiterempfehlen 🙂

    Liebe Grüße Lisa

    1. Finde ich auch, gibt es gerade wöchentlich bzw. alle drei Tage frisch.

      Das Brot ist einfach zu gut, mag kein gekauftes mehr essen.

      Liebe Grüße und viel Spass beim weiter backen!

      Thomas 🙌

  9. Hallo Thomas!

    Die beste Inspiration für rustikales Bauernbrot ⭐️

    Die feinste Krume und das beste Brot, das ich je probiert habe. Kompliment, bin echt Dankbar für dieses Rezept!