Schneller Pizzateig ist der Teig für den Abend, an dem die Entscheidung erst um sechs fällt. 6 Zutaten, eine Schüssel, 30 Minuten Gehzeit im Backofen. Danach ziehst du ihn dünn aus und belegst ihn, wie du magst.
Heute spontan Pizza selber machen? Dann brauchst du keinen Teig, der über Nacht geht. Ein schneller Pizzateig braucht nicht mehr Hefe, sondern mehr Wärme: ein Päckchen Trockenhefe, der Backofen als warmer Platz, fertig ist der Teig zum Belegen. Wer einen Tag vorher plant, nimmt sehr wenig Hefe und lässt den Teig im Kühlschrank arbeiten.
Profi-Tipps von Koch Thomas Sixt
Menge: 500 g Mehl ergeben 2 große Pizzen.
Mehl: Weizenmehl Type 550, alternativ Type 405.
Hefe: 7 g Trockenhefe, das ist 1 Päckchen, alternativ 20 g frische Hefe.
Gehzeit: 30 Minuten im Backofen bei 35 Grad, danach 10 Minuten entspannen lassen.
Backen: 250 bis 280 Grad im vorgeheizten Ofen, 7 bis 10 Minuten.
Tempo: Wärme statt mehr Hefe.
Schneller Pizzateig
Gebacken, fotografiert und aufgeschrieben von Koch Thomas Sixt.
| Kochlevel: | Einfach |
|---|---|
| Pizzen: | 2 |
| Kalorien: | 1048 |
| Vorbereitungszeit: | 15 Min. |
| Zubereitungszeit: | 10 Min. |
| Teig gehen lassen: | 40 Min. |
| Zeit gesamt: | 1 Std. 5 Min. |
| Kategorie: | Grundrezepte |
Zutaten
Zubereitung
- Hefe ansetzen
Wasser, Trockenhefe und Zucker verrühren und 5 Minuten stehen lassen. Das Wasser soll lauwarm sein, nicht heiß.
- Mehl vorbereiten
Mehl, Salz und Olivenöl in eine Rührschüssel geben.
- Teig kneten
Das Hefewasser zugeben und 10 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig verrühren und kneten.
- Teig gehen lassen
Den Backofen auf 35 Grad stellen, die Schüssel hineinstellen und ein neutral riechendes Küchentuch auflegen. Den Teig 30 Minuten gehen lassen.
- Teig portionieren
Den Teig in zwei Portionen teilen, rund wirken und 10 Minuten entspannen lassen.
- Ausziehen und backen
Den Teig dünn ausziehen, belegen und bei 250 bis 280 Grad auf vorgeheiztem Blech oder Pizzastein 7 bis 10 Minuten backen.
Wenn es besonders eilig ist:
Den Backofen auf 35 Grad stellen, die Schüssel hineinstellen und ein neutral riechendes Küchentuch auflegen. Dann reichen 30 Minuten Gehzeit. Mehr Hefe nehme ich dafür nicht, der Teig schmeckt sonst deutlich nach Hefe.
Mehr Zeit, mehr Geschmack:
Wer den Teig einen Tag vorher ansetzen kann, nimmt deutlich weniger Hefe und lässt ihn im Kühlschrank gehen. Diesen Weg beschreibe ich im Pizzateig Grundrezept.
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4,3 von 5 (3 Bewertungen)
Nährwerte pro Portion
Energie 1048 kcal
Fett gesamt 15 g 19 %∗; davon gesättigte Fettsäuren 2 g 10 %∗; Natrium 1000 mg 43 %∗; Kohlenhydrate gesamt 193 g 70 %∗; davon Ballaststoffe 7 g 25 %∗; davon Zucker 3 g; Eiweiß 26 g.
∗ Prozent des Tagesbedarfs auf Grundlage einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kalorien. Der tatsächliche Bedarf kann individuell höher oder niedriger sein.
Wie viel Hefe der schnelle Pizzateig braucht
Ich nehme 7 g Trockenhefe auf 500 g Mehl, das ist genau 1 Päckchen, mit frischer Hefe sind es 20 g. Dabei bleibt es, auch wenn es schnell gehen soll. Mehr Hefe schmeckt man im fertigen Teig, das Tempo hole ich über die Wärme.
Der Zucker im Teig ist keine Süße, er ist Starthilfe für die Hefe. 1 TL genügt, Honig geht genauso. Verrühre Wasser, Hefe und Zucker und lass die Mischung 5 Minuten stehen, bevor sie zum Mehl kommt.
Das Wasser soll lauwarm sein, nicht heiß. Zu heißes Wasser schadet der Hefe, kaltes verlängert die Gehzeit.
Welches Mehl du nimmst
Weizenmehl Type 550 ist für Pizza die bessere Wahl als das übliche 405er, weil es mehr Klebereiweiß mitbringt und der Teig dadurch dehnbarer wird. Bekommst du kein 550er, funktioniert Type 405 ebenfalls, der Teig reißt beim Ausziehen nur etwas leichter.
Das Salz kommt bei diesem Teig zusammen mit dem Mehl in die Schüssel, 10 g auf 500 g Mehl, das sind 2 gestrichene Teelöffel. Dazu die 2 EL Olivenöl. Erst dann gießt du das Hefewasser dazu.
Nicht jedes Mehl nimmt gleich viel Wasser auf. Ist der Teig zu weich, arbeite 1 bis 2 EL Mehl ein, wirkt er fest und trocken, gib 1 bis 2 EL Wasser dazu.
Kneten, gehen lassen, portionieren
10 Minuten verrühren und kneten reichen. Der Teig ist so weit, wenn er glatt und elastisch ist, sich vom Schüsselrand löst und sich dünn auseinanderziehen lässt, ohne sofort zu reißen. Mit der Maschine geht das bequemer, von Hand dauert es etwas länger.
Danach geht der Teig 30 Minuten, am besten im warmen Backofen, siehe unten. Ohne Ofen geht es auch, an einem warmen Platz in der Küche dauert es dann länger.
Zum Schluss teilst du den Teig in 2 Portionen, wirkst sie rund und lässt sie 10 Minuten entspannen. Diese kurze Pause macht das Ausziehen später deutlich leichter, weil sich der Teig sonst immer wieder zusammenzieht.
Ausziehen und backen
Zieh den Teig dünn aus, mit den Händen von der Mitte nach außen. Das Blech oder der Pizzastein muss vorgeheizt sein, sonst wird der Boden nicht knusprig. Bei 250 bis 280 Grad braucht die Pizza 7 bis 10 Minuten.
Stell den Ofen auf die höchste Temperatur, die er kann. Zu Hause ist das meist der Unterschied zwischen einem guten und einem sehr guten Ergebnis.
Mein Tipp: der Backofen bei 35 Grad
Stell den Backofen auf 35 Grad, die Schüssel hinein und ein neutral riechendes Küchentuch darüber. Nach 30 Minuten arbeitest du weiter. Gleichmäßige Wärme bringt das Tempo, das sonst über die Hefe kommen müsste.
Viele Backöfen fangen erst bei 40 oder 50 Grad an. Dann stellst du die niedrigste Stufe ein und klemmst einen Kochlöffel in die Tür, damit die Wärme entweichen kann.
Geschmacklich ist die lange Gehzeit weiterhin die feinere Lösung. Für eine spontane Pizza funktioniert der schnelle Teig aber zuverlässig, und eine selbst gemachte Pizza schlägt die tiefgekühlte auch dann.
Der Unterschied zum lang geführten Teig
Der lang geführte Teig arbeitet mit sehr wenig Hefe und mit Zeit statt Triebkraft. Er wandert für 12 bis 24 Stunden in den Kühlschrank, wird dabei milder im Geschmack und lässt sich feiner ausziehen. Dort verwende ich zusätzlich Hartweizengrieß neben dem Mehl.
Wer das ausprobieren will, findet die vollständige Anleitung mit beiden Mehlsorten, der Autolyse und der Knettechnik in meinem Pizzateig Grundrezept. Für den Alltag bleibt der schnelle Teig auf dieser Seite die praktischere Wahl.
Was du auf den Teig legst
Am schlichtesten wird es mit abgetropften Tomaten, Mozzarella und Basilikum, also einer Pizza Margherita. Wer es ohne Käse mag, belegt eine Pizza Marinara nur mit Tomate, Knoblauch und Oregano.
Wichtig ist bei jedem Belag: möglichst wenig Flüssigkeit auf den Teig. Tomaten abtropfen lassen, Mozzarella trocken tupfen. Und lieber sparsam belegen. Zu dick belegte Pizza ist der häufigste Grund für einen Boden, der nicht durchbackt.


