Pizza Margherita ist der Klassiker aus Neapel: Pizzateig, Tomaten, Mozzarella und frisches Basilikum, mehr braucht der berühmte Pizzafladen nicht. Genau diese Schlichtheit macht die Pizza Margherita so beliebt und gleichzeitig anspruchsvoll, denn jede Zutat schmeckt man heraus.
Ich habe das Rezept über Jahre in meiner Versuchsküche getestet und mit Pizzaioli gesprochen. In diesem Beitrag zeige ich dir, worauf es bei Tomaten, Käse und dem Backen wirklich ankommt, damit die Pizza zu Hause im Backofen gelingt.
Profi-Tipps von Koch Thomas Sixt
Belag: Tomaten, Mozzarella, frisches Basilikum, etwas Olivenöl.
Tomaten: San Marzano oder Datterini aus der Dose, gut abtropfen lassen und fast trocken legen.
Käse: erste Wahl Mozzarella di Bufala D.O.P., dazu Fior di latte oder Stracciatella, ebenfalls trocken legen.
Backen: 280 °C Ober- und Unterhitze, zuerst nur mit Tomaten gut 8 Minuten vorbacken, dann Käse auflegen und fertig backen.
Teig: ein 24 bis 48 Stunden geführter Teig schmeckt am besten und ist milder.
Pizza Margherita Original
Gebacken, fotografiert und aufgeschrieben von Koch Thomas Sixt
| Kochlevel: | Mittel |
|---|---|
| Portionen: | 2 |
| Kalorien: | 1010 |
| Vorbereitungszeit: | 15 Min. |
| Zubereitungszeit: | 15 Min. |
| Zeit gesamt: | 30 Min. |
| Kategorie: | Pizza |
Zutaten
- 500 g Pizzateig, Pizzateig Pizzateig schnell oder nach Pizzaiolo-Art mit langer Teigruhe (24/36/48 Stunden)
- 250 g Tomaten, Datterini oder San Marzano Tomaten Dose
- Ursalz
- Pfeffer schwarz, gemahlen
- brauner Rohrzucker
- 2 Stück Mozzarella, Alternativ Stracciatella oder Büffelmozzarella
- 1/2 Bund Basilikum
Zubereitung
- Pizzateig
Den Pizzateig nach Anleitung zubereiten.
Den Teig 30 Minuten vor der Zubereitung bei Zimmertemperatur bereit stellen.

- Backofen vorheizen
Den Backofen Stufe Unter- Oberhitze bei 280°C vorheizen.
Solltest Du einen Pizzastein verwenden, diesen bitte mittig auf dem Gitter einschieben und mindestens eine Stunde vorheizen.
Solltest Du die Pizzen auf dem Backblech zubereiten wollen, entnimm die Backbleche vor dem Aufheizen aus dem Ofen.
Die Backbleche mit Olivenöl bestreichen und bereitstellen.

- Tomaten vorbereiten
Ein Haarsieb mit Schüssel bereitstellen und die Tomaten auf dem Sieb abtropfen lassen.
Die Tomaten mit Salz, Pfeffer und wenig Zucker würzen.

- Käse 1
Mozzarella di Bufala Campana D.O.P. oder Fior di latte trocken legen.

- Käse 2
Optional Stracciatella auf einem Sieb, mit Schüssel darunter, gut abtropfen lassen und trocken legen.

- Basilikum vorbereiten
Basilikumblätter vom frischen Bund abzupfen und zum Anrichten bereitstellen.

- Pizza formen
Den Pizzateig mit den Händen mit wenig Mehl bzw. nachgemahlenem Hartweizengrieß ausformen.

- Pizza belegen
Den Pizzateig auf ein geöltes Backblech legen und passend ausformen.
Pizzastein:
Alternativ den Pizza-Schieber mit Hartweizengrieß bestreuten.
Den Teig vorgeformt auf den Pizza-Schieber auflegen.
Pizzateig mit den Tomaten belegen.

- Pizza vorbacken
Die Pizza ca. 8 Minuten backen, dann den Käse ergänzen.
Das Bild zeigt die gebackene Pizza belegt mit Mozzarella di Bufala Campana.
Die Pizza nach Wunsch zu Ende backen, 2-4 Minuten sind in der Regel ausreichend.

- Margherita 1
Die Margherita mit Mozzarella di Bufala Campana auf einen Teller anrichten.
Frische Basilikumblätter aufstreuen und mit Olivenöl beträufelt servieren.

- Margherita 2
Die 8-10 Minuten gebackene Pizza mit dem abgetropften Stracciatella Frischkäse belegen.

- Servieren
Die Pizza mit dem sanft erwärmten Stracciatella Käse anrichten.
Die Pizza auf dem Teller mit Basilikumblätter bestreuen und mit Olivenöl beträufeln.
Rasch servieren, guten Appetit!

Küchen-Arbeitsgeräte zu diesem Rezept: Arbeitsschüsseln, Haarsieb, Kochmesser, Pizza-Backstein, Pizzaheber, Schneidebrett, Teigkarte
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4,7 von 5 (24 Bewertungen)
Nährwerte pro Portion
Energie 1010 kcal
Fett gesamt 29 g 37 %∗; davon gesättigte Fettsäuren 15 g 75 %∗; Cholesterin 45 mg 15 %∗; Natrium 750 mg 33 %∗; Kohlenhydrate gesamt 133 g 48 %∗; davon Ballaststoffe 6 g 21 %∗; davon Zucker 5 g; Eiweiß 43 g.
∗ Prozent des Tagesbedarfs auf Grundlage einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kalorien. Der tatsächliche Bedarf kann individuell höher oder niedriger sein.
Der Teig als Grundlage
Der Teig entscheidet über das Ergebnis, deshalb halte ich ihn hier kurz und verweise auf das ausführliche Grundrezept. Für ein besonders gutes Original empfehle ich dir einen langsam geführten Teig, den du zwei Tage vorher ansetzt und 24 oder 48 Stunden gehen lässt. Er schmeckt feiner, geht im Ofen schöner auf und ist leichter.
Die komplette Anleitung mit Mehlsorten, Mengen und Knettechnik findest du in meinem Pizzateig Grundrezept. Soll es schneller gehen, lässt sich dort auch ein schneller Teig nachlesen.
Die richtigen Tomaten und die Sauce
Für die neapolitanische Pizza gelten San Marzano Tomaten als erste Wahl. Mein italienischer Händler hat mir zusätzlich Datterini Tomaten aus Sizilien empfohlen, beide kaufst du in der Dose. Verzichte auf passierte Tomaten oder mit Wasser und Öl verrührtes Tomatenmark, das schmeckt nicht annähernd so gut.
Wichtig ist, dass möglichst wenig Flüssigkeit auf den Teig kommt. Ich stelle ein feines Haarsieb auf eine Schüssel, gieße die Tomaten hinein und drücke sie mit dem Löffel fast trocken. Gewürzt wird sparsam mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker. So bleibt der Teig knusprig und weicht nicht durch.
Wer lieber eine gekochte Variante mag, kann sich an meiner Tomatensauce aus passierten Tomaten orientieren, für die Margherita reichen die abgetropften Dosentomaten aber völlig aus.
Welcher Käse auf die Margherita gehört
In der Regel kommt Mozzarella auf die Pizza. Der Begriff ist nicht geschützt, der Frischkäse wird heute weltweit hergestellt. Beim Einkaufen helfen dir ein paar Bezeichnungen:
Mozzarella di Bufala Campana D.O.P.: der EU-weit geschützte echte Büffelmozzarella und für mich die erste Wahl. Er ist leicht zu bekommen und entspricht der gewohnten Vorstellung der Käsepizza mit Tomaten und Basilikum.
Fior di latte: aus Kuhmilch hergestellt, mild und gut schmelzend, eine solide Alternative.
Burrata und Stracciatella: Stracciatella ist das cremige Innere der Burrata. Ich gebe sie auf die bereits vorgebackene Pizza und erwärme oder gratiniere sie nur kurz. Der Geschmack ist fein, süß und mild säuerlich.
Mozzarella affumicata: ein fester, geräucherter Mozzarella, für den geübten Gaumen eine gute Idee, in Deutschland aber nicht ganz einfach zu bekommen.
Egal welchen Käse du wählst: leg ihn vorher trocken, sonst kommt zu viel Wasser auf den Pizzafladen. Ich lasse den Käse über Nacht im Kühlschrank auf einem Sieb abtropfen.
Warum ich zweimal backe
Bei der Fertigpizza kommen alle Zutaten zusammen in den Ofen. Ich mache das heute anders und backe in zwei Schritten. Zuerst kommt die Pizza nur mit der Tomatensauce belegt bei 280 °C für etwa 8 bis 10 Minuten in den Ofen. Eine niedrigere Temperatur verlängert die Backzeit.
Danach belege ich die vorgebackene Pizza mit Mozzarella oder Stracciatella und lasse sie noch einige Minuten fertig backen. Der Vorteil: der Käse bäckt genau so, wie ich ihn haben möchte. Mal erwärme ich ihn nur, mal lasse ich ihn etwas stärker gratinieren, so habe ich es in der Küche gelernt und so gelingt das Finish zu Hause am sichersten.
Zum Schluss kommen frische Basilikumblätter und ein paar Tropfen kaltes Olivenöl auf die Pizza, kurz vor dem Servieren.
Dünn oder dick, Stein oder Blech
Im Original wird der gereifte Teig mit den Händen ausgeformt. Wer es ganz dünn mag, kann das Nudelholz nehmen, das ist aber Geschmackssache. Für dünnen Teig und für reinen Weizenmehl-Teig nimm 220 °C, dann geht der Teig besser auf und brennt nicht an. Pass die Backzeit an der Bräunung an und backe nicht zu dunkel, sonst wird der Teig hart.
Der Pizzastein ist beliebt, muss aber 60 bis 90 Minuten vorheizen und braucht viel Strom. Mich hat er nie ganz überzeugt, der Aufwand ist mir für das Ergebnis zu groß. Zu Hause backe ich meine Pizza daher lieber auf dem Backblech. Den Ofen heize ich bei 280 °C Ober- und Unterhitze gut 30 Minuten vor, gebe etwas Olivenöl auf das Blech und forme den Teig mit Hartweizengrieß direkt darauf aus. So verteilt sich das Öl und die Pizza bäckt gleichmäßig.
Weitere Pizza Ideen aus meiner Küche
Wenn dir die klassische Margherita schmeckt, hast du die Basis für viele Varianten. Wer es schlicht und ohne Käse mag, ist bei der Pizza Marinara mit Tomate, Knoblauch und Oregano richtig. Etwas Schärfe bringt die Pizza Diavola mit scharfer Salami.
Reichhaltiger wird es mit der Pizza Capricciosa mit Schinken, Pilzen und Artischocken oder mit der Pizza Quattro Formaggi aus vier Käsesorten. Magst du es gemüsereich, probier meine Gemüsepizza mit buntem Belag.



Sehr gut geworden und der Tipp mit dem zweimal backen hat mir geholfen.
Knuspriger Pizzaboden, toller Belag. Liebe Grüße von Karin
Hallo Karin,
zu Pizzabelag habe ich noch einen extra Beitrag gemacht.
Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen!
Thomas
Hallo, gestern gemacht und ist sehr gut geworden, danke für die gute Pizzaleitung ohne Fertigpizza 🙂
Hallo Polli,
Pizzaleitung ist so ein herrliches neues Wort, gefällt 😃 mir.
Liebe Grüße Thomas
Ciao Thomas,
deine Pizza Margherita war einfach perfekt! Ich habe schon viele Teige ausprobiert, aber dein Rezept hat genau die richtige Balance zwischen fluffig und knusprig.
Die erklärung zur Tomatensauce hat mir sehr geholfen.
Habe die Pizza erstmals zweimal gebacken und der Belag und die gesamte Konsistenz war viel viel besser.
Tolle Anleitung und bei uns ein super Ergebnis zum Weitererzählen 🙂 bin jetzt Fan deiner Seite!
Hallo Lisaa,
Merci für Deine schöne Bestätigung, das freut mich als Koch und Pizzabäcker natürlich besonders.
Ich halte zweimal Backen für den Game-Changer, die selbst gemachte Pizza und die Tiefkühlpizza wird so einfach viel besser.
Wünsche gelungenes Pizzabacken und schicke Grüße!
Das mit dem zweimal Backen habe ich probiert, war ein Erfolg und die Pizza war außergewöhnlich fein.
Habe jetzt nach diesem Erlebnis das Gefühl, die Pizza wird häufig überbacken.
Danke für diese gute Idee. Liebe Grüße Rianna
Merci für dein schönes Feedback… und die nette Nachricht. Liebe Grüße Thomas
Wunderbar, lecker, zweimal backen macht Sinn.
Beste Pizza ever!
Danke!
Pizzateig und Pizza sind perfekt gelungen, das mit dem zweimal backen war für mich ein neuer Tipp.
LG Gerdi
Freut mich! Danke Dir für Dein Feedback 🙂 Gruß Thomas
Lecker, hat uns gut geschmeckt!
Danke fürs schöne Feedback! Liebe Grüße Thomas
Himmlisch, der Pizzaboden mit dieser Auflage ist fantastisch geworden. Lecker!
Hallo Naja,
Danke für Dein leckeres Feedback! Lieben Dank und frohes Fest 🙂
Thomas
Ein zauberhaftes Titelbild hat mich auf Deine Kochseite gebracht.
Die Pizza (2 Tage später) war köstlich!
Dank Dir und liebe Grüße Zara
Hallo Zara,
Danke für Dein Kompliment, das ist sehr nett!
Liebe Grüße Thomas
Hi Thomas,
Danke!
Wirklich toll und wow, diese Pizza Margherita ist super köstlich! 😍
Deine hilfreichen Bilder haben es wirklich einfach gemacht, ein perfektes Ergebnis zu erzielen.
Vielen Dank dafür! 🍕
Welche Pizza soll ich als nächstes ausprobieren?
Liebe Grüße Anke
Hallo Anke!
Ich freue mich wirklich, dass die klassische Margherita dir so gut geschmeckt hat! 🍕
Weniger ist manchmal mehr, oder? Tomatne und frischer Basilikum mit dem herrlichen Käse auf dem knusprigen Pizzaboden ist einfach fantastisch 🙂
Hoffentlich zaubert dir die nächste Pizza auch wieder ein Lächeln ins Gesicht! 😊
Liebe Grüße Thomas
Servas Thomas,
das mit Deiner Wölkchen Pizza hat mich gleich fasziniert…
Welcher Käse mag wohl auf Pizza sein.
Hat er vielleicht Topfen auf die Pizza gelegt.
Gelesen, gestaunt, geschmeckt… Deine weltbeste Pizza Margherita ist ganz wunderbar!
Merci für die vielen neuen Ideen 🙂
Gerne geschehen, lieber Jozef, Danke!
Hi Thomas!
Die Pizza ist super lecker geworden.
Danke für die perfekt ausgeführte Anleitung und die vielen Pizza-Belag-Tipps.
LG Cassandra
Hallo Cassandra,
Danke Dir für Dein schönes Feedback!
Wünsche weiterhin gutes Gelingen auf Pizzastein und Backofen-Blech 🙂
Liebe Grüße Thomas