Süßer Mürbeteig Grundrezept mit Schritt-für-Schritt Anleitung

Süßer Mürbeteig als 1-2-3-Grundrezept: die zuverlässige Basis für Tartes, Plätzchen und Desserts. Schritt für Schritt erklärt.

Süßer Mürbeteig

Süßer Mürbeteig ist die Basis für unzählige Backrezepte, und in diesem Grundrezept zeige ich dir den bewährten 1-2-3-Teig aus meiner Lehrzeit in der Pâtisserie.

Du lernst Schritt für Schritt, wie der süße Mürbeteig gelingt, ob mit Weizenmehl, Dinkel oder Ersatzmehl.

Ich zeige dir die typischen Fehler und wie du sie vermeidest, damit dir Tartes, Plätzchen und Kuchen sauber gelingen.

Profi-Tipps von Koch Thomas Sixt

Verhältnis: 1-2-3-Teig aus Mehl (3 Teile), Fett (2 Teile), Zucker (1 Teil) und einem Ei.

Butter: kalt verarbeiten und zügig kneten, sonst wird der Teig klebrig.

Teigruhe: über Nacht im Kühlschrank, bei Ersatzmehlen reichen 30 Minuten.

Mehlsorten: Weizen, Dinkel, Buchweizen oder Mischungen.

Backen: 180 bis 190 Grad, für Obstkuchen den Boden blind backen.

Süßer Mürbeteig Grundrezept

Gebacken, mit verschiedenen Mehlen getestet, fotografiert und aufgeschrieben von Koch Thomas Sixt.

Kochlevel:Einfach
Portionen:12
Kalorien:255
Vorbereitungszeit:15 Min.
Zubereitungszeit:1 Std. 40 Min.
Zeit gesamt:1 Std. 55 Min.
Kategorie:Grundrezepte

Zutaten

Zubereitung

  1. Zutaten vorbereiten

    Mürbeteig-Zutaten kurz vor der Zubereitung bereitstellen.

    Hinweis: Hier fehlt das Ei, dieses habe ich in Arbeitsschritt 3 extra aufgeführt, damit es nicht vergessen wird.

    Die Butter bitte kalt.

    Zutaten für Mürbeteig: Butter, Zucker, Mehl und Salz auf schwarzem Untergrund. Das Ei Fehlt noch
  2. Teig vorbereiten

    Zucker und in Scheiben geschnittene kalte Butter in eine Backschüssel geben.

    Optional abgeriebene Schale einer halben oder ganzen Zitrone hinzufügen.

    Süßer Mürbeteig zubereiten erster Step
  3. Ei ergänzen

    Das Ei dazu geben.

    hühnerei aufgeschlagen in einer schüssel
  4. Knethacken verwenden

    Mit den Knethacken und schnellen Bewegungen verarbeiten.

    Mürbeteig-Zutaten mit Knethaken in einer rosa Rührschüssel
  5. Mehl sieben

    Das Mehl in die Backschüssel sieben.

    Gesiebtes Mehl wird in eine Schüssel mit weiteren Zutaten gegeben
  6. Teig verreiben

    Die Teigzutaten mit dem Knethacken von außen nach innen in der Schüssel flink verreiben und verarbeiten.

    Mürbeteig Zutaten vor dem Verkneten mit der Hand
  7. Teig verkneten

    Den Mürbteig kurz mit einer Hand final verkneten.

    Fertig gekneteter Mürbeteig in einer rosa Rührschüssel
  8. Teig verknetet

    Der fertig Mürbeteig sollte nun so aussehen.

  9. Teig einpacken

    Den Teig zu einem Ziegel geformt auf Frischhaltefolie legen.

    Frisch gekneteter Mürbeteig auf ausgebreiteter Klarsichtfolie
  10. Teigruhe

    Den Teig in Frischhaltefolie einpacken und für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank legen.

    In Frischhaltefolie eingewickelter Mürbeteig auf dunkler Arbeitsfläche
  11. Teig verarbeiten

    Den Teig nach Wunsch ausrollen und verarbeiten.

    Ich wünsche gutes Gelingen!

    Ausgerollter Mürbeteig auf Backpapier, bestäubt mit Mehl

Küchen-Arbeitsgeräte zu diesem Rezept: Arbeitsschüsseln, Backschüssel, Frischhaltefolie, Handrührgerät mit Knethaken, Kochmesser, Kuchenform, Mehlsieb, Nudelholz, Schneidebrett, Teigkarte

Entdecke alle Küchen-Arbeitsgeräte die ich als Koch empfehle.

4,8 von 5 (21 Bewertungen)

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Nährwerte pro Portion

Energie 255 kcal

Fett gesamt 14 g 18 %∗; davon gesättigte Fettsäuren 9 g 45 %∗; Cholesterin 41 mg 14 %∗; Natrium 25 mg 1 %∗; Kohlenhydrate gesamt 29 g 11 %∗; davon Ballaststoffe 1 g 4 %∗; davon Zucker 9 g; Eiweiß 3 g.

∗ Prozent des Tagesbedarfs auf Grundlage einer täglichen Energiezufuhr von 2.000 Kalorien. Der tatsächliche Bedarf kann individuell höher oder niedriger sein.

Mürbeteig für Kuchen, Plätzchen und Tartes

Süßer Mürbeteig ist die klassische Basis für viele beliebte Backrezepte, von einfachen Obstkuchen bis hin zu aufwendigeren Tartes und selbst gemachten Plätzchen.

Warum heißt dieser Teig 1-2-3-Teig? Das bewährte Grundrezept enthält Mehl (3 Teile), Fett (2 Teile), Zucker (1 Teil) und ein Ei. Diese Kombination und die Verarbeitung sorgen für eine feine, zarte Konsistenz und einen angenehm buttrigen Geschmack.

Besonders in der Weihnachtszeit wird der Teig für Weihnachtsplätzchen geschätzt, während er das ganze Jahr über für süße Tartes oder Obstkuchen zum Einsatz kommt. In Deutschland ist er in leichter Abwandlung auch die Basis für die beliebten Nussecken.

Im Vergleich zur herzhaften Variante für Quiches wird bei der süßen Version bewusst auf Zucker und Aromen wie Vanille oder Zitrone gesetzt. Mein Rezept für salzigen Mürbeteig für Quiche ergänze ich demnächst.

Mürbeteig für Nussecken gebacken
Mürbeteig als Basis für Nussecken
Eingelegter Mürbeteigboden in der Tarteform
Der süße Mürbeteig in der Tarteform

Mürbeteig gelingsicher zubereiten

Warum klebt der Teig beim Ausrollen? Warum reißt er beim Einlegen in die Form? Und weshalb wird der Boden nach dem Backen plötzlich hart, brüchig oder sogar matschig? Solche Probleme begegnen vielen Hobbybäckern, doch sie lassen sich mit dem richtigen Wissen vermeiden.

Als Koch empfehle ich dir, lieber auf ein Ei im Mürbeteig zu setzen. Ohne Ei fehlt es dem Teig je nach Mehlsorte an Bindung, das Ergebnis kann trocken oder gatschig werden. Mit dem klassischen Rezept aus meiner Ausbildung gelingen dir Kuchenböden und Tartes wie aus der Pâtisserie.

Buttertemperatur: Die Temperatur der Butter spielt eine zentrale Rolle. Nur kalte Butter sorgt dafür, dass der Teig beim Kneten seine typisch mürbe, zarte Konsistenz entwickelt. Für eine schnelle Verarbeitung eignen sich Knethaken, wichtig ist dabei zügiges Arbeiten. Wird die Butter zu weich oder gar flüssig, gerät das Verhältnis von Fett und Mehl aus dem Gleichgewicht: der Teig wird klebrig, lässt sich schlecht formen und verliert beim Backen seine Stabilität.

Teigruhe: Am besten bereitest du den Teig schon am Vortag zu und lässt ihn, in Frischhaltefolie verpackt, über Nacht im Kühlschrank ruhen. Die Ruhezeit sorgt dafür, dass sich die Zuckerkristalle gleichmäßig auflösen und der Teig gut formbar bleibt. Falls du weniger Zeit hast, genügt auch eine Kühlzeit von 30 bis 40 Minuten, vorausgesetzt, die Verarbeitung war korrekt und der Teig wurde nicht überknetet.

Wenn der Teig klebt: Klebt der Teig stark beim Ausrollen, ist er meist zu warm geworden, dann hilft erneutes Kühlen. Eine leicht bemehlte Arbeitsfläche unterstützt das Ausrollen. Ich rolle Mürbeteig am liebsten zwischen zwei Bögen Backpapier aus, mit etwas Mehl, das verhindert Kleben und erleichtert das spätere Einlegen in die Form oder das Ausstechen.

Wenn der Teig reißt: Reißt der Teig schon beim Ausrollen ein, ist er oft zu kalt oder zu trocken. Decke ihn in dem Fall ab und warte einen Moment, bis er etwas weicher wird. Danach lässt er sich meist problemlos verarbeiten.

Mehlsorten: Der Teig gelingt mit Weizenmehl ebenso wie mit Dinkel, Buchweizen oder Mehlmischungen. Mit klassischen Getreidemehlen wie Weizen oder Dinkel ist die Verarbeitung durch den Weizenkleber einfacher, die Teigbestandteile verbinden sich besser und bleiben elastisch. Bei Buchweizen oder Ersatzmehlen verzichte ich auf eine lange Teigruhe: eine Kühlzeit von 30 Minuten reicht meist aus. Nach längerer Kühlung wird der Teig schnell steinhart, das liegt am höheren Stärkeanteil und dem fehlenden Weizenkleber. Ich verarbeite ihn dann lieber direkt weiter.

Backen: Ich backe meine Mürbeteige grundsätzlich im vorgeheizten Ofen. Falsch eingestellte Temperaturen können das Fett im Teig zum Austreten bringen, das Backergebnis leidet darunter deutlich. Für Kekse und Tarteböden empfehle ich 180 bis 190 Grad Ober- und Unterhitze oder Heißluft. Ich heize den Ofen stets auf 200 Grad vor, da beim Öffnen der Tür ein deutlicher Temperaturverlust entsteht, so bleibt die Backraumtemperatur stabil und der Teig gelingt gleichmäßig.

Wenn du Obstkuchen oder Tartes zubereitest, solltest du den Mürbeteig blind backen, nur so wird der Boden fest und weicht nicht durch. In meiner Online Kochschule findest du weitere Koch- und Backtipps.

Backrezepte mit Mürbeteig

Lass dich inspirieren: aus diesem Teig entstehen feine Tartes und Kuchen, ideal für deinen Kaffeeklatsch, ganz gleich ob im Frühling, Sommer oder Herbst.

Kurz nach dem Rhabarber übernehmen die ersten Erdbeeren die Hauptrolle: die klassische Erdbeertarte auf knusprigem Mürbeteigboden ist ein echter Liebling. Hier empfehle ich dir nochmals, den Teig blind zu backen, so bleibt er knackig, auch wenn du ihn nach dem Backen mit frischen Früchten belegst.

Für Genießer frischer Zitrusnoten bringt meine Zitronen Tarte französisches Flair auf den Teller. Die cremige Füllung mit Zitrusaromen wird durch das süß-säuerliche Topping ergänzt, einfach, elegant und erfrischend.

Besonders edel und intensiv im Geschmack ist meine Schokotarte, ein abgewandeltes französisches Rezept. Der Teig wird hier mit Buchweizen zubereitet und mit einer Schokoladenfüllung ergänzt. Diese Tarte gelingt dir rund ums Jahr und lässt sich gut vorbereiten.

Im Hochsommer ist die Aprikosentarte mein Favorit, fruchtig-säuerliche Früchte auf buttrigem Boden. Und wer es klassisch mag, greift zum Kirschkuchen mit Mürbeteig, der gelingt mit frischen oder eingelegten Kirschen.

Mein Tipp für spontane Backfreude: mach gleich eine Portion Teig auf Vorrat und friere sie portionsweise ein, so hast du die Grundlage jederzeit parat, wenn dich die Backlust packt.

Kleine Kuchen mit Obst
Kleine Kuchen aus der französischen Backstube. Aprikosentarte, mit karamelisierten Erdbeeren, Tarte au Citron und Kirschtarte.

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